Schmierstofflexikon

ADDITIVE

Wirkstoffe, die den Schmierstoffen beigegeben werden und diese mit Eigenschaften ausrüsten, die diese von Natur aus nicht haben.

AKTIVER SCHWEFEL

Nicht gebundener Schwefel in Schmierstoffen, dadurch sehr reaktiv und leistungssteigernd.

ALIPHATE

Bestehen aus geraden oder verzweigten gesättigten und ungesättigten Kohlenwasserstoffen. Gesättigte Aliphate nennt man auch
Paraffine.

ALKENE

Siehe Olefine

ALTÖL

Gebrauchter Schmierstoff, der beim Einsatz durch Additivabbau, Verschmutzung etc. zum weiteren Einsatz als Schmierstoff ungeeignet
geworden ist. Altöl muss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften fachgerecht entsorgt werden.

ANALYSEDATEN

Werte, die durch chemische und physikalische Untersuchungen von Schmierstoffen ermittelt werden. Diese findet man u.a. im Sicherheitsdatenblatt, tech. Datenblatt und in den Werksattesten.

AROMATEN

Kohlenwasserstoffverbindungen mit ringförmiger aber ungesättigter Molekularstruktur. Der Name beruht auf dem aromatischen Geruch dieser Verbindungen. Die bekannteste Verbindung dieser Gruppe ist das Benzol. Sie zeigen ein schlechtes Viskositäts-Temperatur-Verhalten und ungünstigen Einfluss auf die Oxidationsbeständigkeit sowie auf Dichtungsmaterialien.

ASTM

American Society for Testing Materials. Institut, das u. a. für die amerikanische Mineralölindustrie Normen aufstellt. ASTM Vorschriften und DIN / EN / ISO Normen haben oft einen Bezug untereinander.

BAKTERIENBEFALL

Wassermischbare Schmierstoffe bieten einen guten Nährboden für Bakterien und benötigen deshalb einen Bakterienschutz, damit die
Emulsion nicht zerstört wird. Kennzeichen für Bakterienbefall: übler Geruch, Korrosion, Abfallen des pH-Wertes.

BARREL

Internationales Hohlmaß in der Mineralölbranche,
1 Barrel = 42 US-Gallonen = 159 Liter

BASISÖL

Grundölanteil eines additivierten (legierten) Schmieröles bzw. Ölanteil bei Schmierfetten.

BATCH-BLENDING

Mischen und Additivieren von Schmierstoffen in Mischkesseln mit Rührwerken. Die Temperatur muss so gewählt werden, dass sämtliche zu mischende Bestandteile homogen verteilt werden.

BIMSCHV

BImSchV ist die Abkürzung für Bundes-Immissionsschutz Verordnung(en), die auf dem Bundes-Immissionsschutz-Gesetz beruhen. Diese Gesetze und seine Verordnungen regeln die die Abgabe von Stäuben, Dämpfen etc. in die Umwelt. Wichtig für die Schmierstoffanwender ist die 31. BImSchV, hier wird die Verwendung von lösemittelhaltigen Schmierstoff – Produkten geregelt.

BIOLOGISCHE ABBAUBARKEIT

Unter der biologischen Abbaubarkeit versteht man die Möglichkeit, dass Schmierstoffe in Wasser oder im Boden von den dort lebenden Mikroorganismen im Idealfall in CO2 und Wasser umgesetzt werden können.

BLENDEN

Mischen von Schmierstoffen aus Basisöl und Additivierung.

BRECHUNGSINDEX

Ablenkung eines Lichtstrahls bestimmter Wellenlänge beim Durchgang durch einen Stoff, z.B. Schmierstoff. Er kann Aufschluss über die molekulare Zusammensetzung geben, aber auch für Konzentrationsmessungen verwendet werden.

BRENNPUNKT

Niedrigste Temperatur, bezogen auf den Normaldruck, bei der die Dämpfe einer gleichmäßig erwärmten Flüssigkeit nach der Entzündung durch eine Zündquelle entzündet werden und nach Entfernen der Zündquelle weiterbrennen.

CENTIPOISE

Einheit der dynamischen Viskosität.
1 cP = 1 mPa s

CENTISTOKES

Einheit der kinematischen Viskosität
1 cSt = 1 mm²/s

CONRADSON-CARBON-TEST (CCT)

Prüfung von Schmierstoffen auf deren Neigung zur Bildung koksartiger Rückstände. Besonders wichtig für die Beurteilung von Schmierstoffen, die höheren thermischen Belastungen ausgesetzt werden.

COPOLYMERE

Polymer, dessen Basismoleküle aus verschiedenen Monomeren aufgebaut sind.

CRACKEN

Kohlenwasserstoff-Moleküle können durch Einwirken von Hitze, Druck und Katalysatoren in kürzere Moleküle aufgespalten werden. Crackverfahren sind ein Teil der Raffinationsverfahren zur Herstellung von besonders gefragten Siedefraktionen. Bei Schmiermittel kann es durch Einwirkungen von höheren Temperaturen und katalytischen Wirkungen von Metallen zum Cracken von hochmolekularen Kohlenwasserstoff - Ketten kommen.

DICHTE

Die Dichte von Schmierstoffen ergibt sich als Quotient aus seiner Masse m und seinem Volumen V bei einer bestimmten Temperatur. Die Bezugstemperatur ist in der Regel 15 °C. Schmierstoffe zeigen Dichten im Bereich von ca. 0,75 – 0,95 g/cm³.

DIN-NORMEN

Deutsche-Industrie-Normen, aufgestellt von Verbänden und Ausschüssen der deutschen Industrie, die von der Privatwirtschaft und
den Gesetzgebern als Richtlinien anerkannt werden. Auch die Anforderungen und Prüfverfahren der Schmierstoffe sind in
DIN-Normen festgelegt.

DYNAMISCHE VISKOSITÄT

Die Viskosität ist ein Maß für die Zähigkeit eines Schmierstoffes. Je größer die Viskosität, desto zäher (dickflüssiger) ist der Schmierstoff. Teilchen zäher Flüssigkeiten sind stärker aneinander gebunden und somit unbeweglicher; man spricht daher dann auch von der inneren Reibung.
Einheit: N x s /m²
1 N x s /m² = 1 Pa x s = = 10 Poise = 1000 cP

ECHA

ECHA ist die Abkürzung für die European Chemicals Agency (Europäische Chemikalienagentur). Die ECHA ist die europäische Zentralschaltstelle für REACH.

EMULGATOR

Additiv, das die temporäre Verbindung von Öl und Wasser ermöglicht.

EMULGIERBARKEIT

Die durch Additive (Emulgatoren) hervorgerufene Eigenschaft eines Schmierstoffes, mit Wasser eine Emulsion zu bilden.

EMULSION

Mischung nicht löslicher Stoffe; bei Schmierstoffen meist mit Wasser unter Zusatz von Emulgatoren.

ENGLER (E)

Historische Maßeinheit zur Kennzeichnung der Viskosität. Gemessen wird die Ausflusszeit eines Schmierstoffes aus einem bestimmten Gefäß; das Verhältnis der Ausflusszeit des Öles zu dem von Wasser bei 20°C ist das Ergebnis in Engler-Grad.

ERDÖL

In der Natur vorkommendes Gemisch aus vielen verschiedenen Kohlenwasserstoffen. Je nach Fördergebiet unterscheiden sich die
Zusammensetzungen des Erdöls und somit auch seine Eigenschaften. Erdöl enthält noch Verunreinigungen wie Schmutz, Wasser und Gase.

ESTER

Reaktionsprodukt (Syntheseprodukt) aus Fettsäuren und Fettalkoholen unter Wasserabspaltung. Ester werden u. a. als synthetische
Basisflüssigkeiten verwendet.

EXTREME PRESSURE- (EP)-ADDITIVE

Das älteste EP-Additiv ist reiner Schwefel. EP/AW-Additive sind grenzflächenaktive Stoffe und können in der polaren Gruppe u. a.
die Elemente Zink, Phosphor und Schwefel in verschiedenen Kombinationen enthalten. Der bekannteste Vertreter dieser Art ist das
Zinkdithiophosphat - ZDTP, das zusätzlich noch als Alterungs- und Korrosionsschutzadditiv wirkt.

FESTSCHMIERSTOFF

In Schmierstoffen suspendierte oder direkt angebrachte Stoffe wie z. B. Teflon. Ihr Einsatz erfolgt für Schmierung unter extremen
Bedingungen.

FLAMMPUNKT

Die Bestimmung dient zur Ermittlung des Gefahrenpotenzials einer brennbaren Flüssigkeit und hat Einfluss auf Transport und Lagerung. Unter dem Flammpunkt versteht man die Temperatur, bei der eine brennbare Flüssigkeit erstmals so viele brennbare Gase abgibt, dass diese von einer Zündquelle entzündet werden können.

FLÜSSIGKEITSREIBUNG

Bewirkt ein Schmierstoff, dass aufeinander gleitende Reibflächen berührungslos voneinander getrennt werden, spricht man von
Flüssigkeitsreibung. Verschleiß tritt dann nicht auf.

FRAKTIONEN

Gewinnung von Kohlenwasserstoffgemischen unterschiedlichster Siedebereiche durch Destillation.

FREIER SCHWEFEL / AKTIVER SCHWEFEL

Siehe aktiver Schwefel

GALLONE

Hohlmaß
engl. Gallone = 4,54 liter
amerik. Gallone 3,79 Liter

GEFAHRKLASSE

Bis 2002 Einteilung der brennbaren Flüssigkeiten nach dem Flammpunkt in
Gruppe A (nicht wassermischbar,Flammpunkt nicht über 100°C) und
Gruppe B (wassermischbar, Flammpunkt unter 21°C).
Aktuell durch die TRbF ersetzt.

GRENZSCHMIERUNG

Kommt es in Gegenwart von Schmiermittel zu einer stellenweisen Berührung von aufeinander gleitenden Flächen, spricht man von
Grenzschmierung. Verschleiß tritt dann auf.

GRUNDÖL

Siehe Basisöl.

HOMOPOLYMERE

Polymere, deren Basismoleküle aus dem gleichen Monomer bestehen.

INFRAROT-SPEKTROSKOPIE

Atome bestimmter organischer Molekülgruppen absorbieren die Strahlungsengerie des infraroten Lichts durch ihre Eigenschwingungen. Dies kann in einem Spektrum grafisch dargestellt werden.

ISO

Abkürzung für International Organisation for Standardization. Internationale Normenvereinigung, gegründet 1946. Nachfolgerin der ISA (gegr. 1926); Zusammenschluss aller Normen erstellenden Länder der Welt.

JODZAHL (JZ)

Ist eine chemische Kennzahl zur Charakterisierung von Fetten und Ölen. Sie ist ein Maß für den Gehalt eines Esters an ungesättigten Verbindungen. Wichtig für die Auswahl eines Trägermediums, da eine hohe Jodzahl meist mit einer erhöhten Alterungsneigung einhergeht.

KANDITATENLISTE

Auflistung aller SVHC – Stoffe, diese Liste unterliegt einer ständigen Aktualisierung.

KOHLENWASSERSTOFFE

Bezeichnung für chemische Verbindungen, die überwiegend aus den Elementen Kohlenstoff C und Wasserstoff H bestehen.
Kohlenwasserstoffe sind die Hauptbestandteile des Erdöls.

KINEMATISCHE VISKOSITÄT

Ist das Verhältnis zwischen der dynamischen Viskosität und der Dichte eines Schmierstoffs.
Einheit: mm²/s
1mm²/s = 1 cSt Centistokes

KUGELFALLVISKOSIMETER

Methode, bei der das Öl in einen temperierbaren Zylinder gegeben wird. Es wird die Zeit gemessen, die eine Kugel benötigt, um eine bestimmte Strecke durch das Öl zurückzulegen. Die Durchlaufzeit der Kugel kann durch Wahl des Kugelmaterials und des Kugelgewichtes angepasst werden. Jede Kugel hat einen speziellen Faktor, der zusammen mit der benötigten Zeit dann die dynamische Viskosität ergibt.

KÜHLSCHMIERSTOFF / METALLBEARBEITUNGSSCHMIERSTOFF

Schmierstoff zum Kühlen und Schmieren beim Trennen und Umformen von metallischen Werkstoffen. Man unterscheidet in wassermischbare Kühlschmierstoffe und nicht wassermischbare Kühlschmierstoffe (Neatoil).

LANOLIN

Siehe Wollfett.

LEGIERTE SCHMIERMITTEL

Schmiermittel, das durch Zugabe von Additiven zum Basisöl, dieses mit bestimmten zusätzlichen Eigenschaften ausrüstet.

METALLBEARBEITUNGSSCHMIERSTOFF

Siehe Kühlschmierstoff.

MINERALÖL

Mineralöle werden durch Destillation und Raffination aus dem Rohstoff Erdöl gewonnen. Je nach Ursprungsgebiet des Erdöls und den nachfolgenden Bearbeitungsverfahren, können sich Mineralöle trotz gleicher Viskosität erheblich unterscheiden.

MOLEKÜLSTRUKTUREN

Verschiedene Bindungsformen werden zu sogenannten Strukturgruppen oder Molekülgruppen zusammengefasst. Für diese Gruppen findet man unterschiedliche Bezeichnungen, man kennt historische aber auch international gebräuchliche (IUPAC, International Union of Pure and Applied Chemistry) sowie genormte Benennungen (Genfer Nomenklatur)
Paraffine / Alkane
Normalparaffine / Normalalkane
Isoparaffine / Cycloalkane
Naphthene / Cycloalkane
Olefine / Alkene
Aromaten / Aromaten

MONOMERE

Sind die Ausgangsbausteine für Polymere. Unter Monomeren versteht man Moleküle, die ein niedriges Molekulargewicht aufweisen (gleich kurze C – Kette) und zudem sehr reaktionsfreudig sind. Bilden diese Monomere molekulare Ketten oder netzförmige Verbindungen, spricht man von Polymeren

NAPHTENE

Ringförmige gesättigte Kohlenwasserstoffe, werden auch als Cycloalkane oder Cycloparaffine bezeichnet.

OLEFINE

Olefine werden auch als Alkene bezeichnet. Ungesättigte Kohlenwasserstoffkette, mit mindestens einer Doppelbindung zwischen zwei Kohlenstoffatomen.

pH-WERT

Maß für die Wasserstoffionenkonzentration in wässrigen Lösungen (z. B. Emulsionen).
pH 1 - 6 = sauer
pH 7 = neutral
pH 8 - 14 = alkalisch

POLYMERE

Eine Kette oder netzartige Verbindung aus i. R. gleichen Molekülen (Monomeren). Polymere können bei gleicher Basis (Monomer) unterschiedliche Kettenlängen, unterschiedliche Molmassen und somit unterschiedliche physikalische Eigenschaften aufweisen.

POLYMERISATION

Polymerisation ist eine chemische Reaktion, bei der fortlaufend Monomere an ein ständig wachsendes Polymer angefügt werden.

POLYMERMISCHUNGEN

Mischung aus unterschiedlichen Polymeren und Copolymeren.

PPM

Maßeinheit; parts per million (1ppm = 1 mg auf 1000000 ppm).

REIBUNG

Unter Reibung versteht man die Kraft, die sich zwei aufeinander bewegenden Körpern entgegensetzt. Je rauer die Kontaktflächen
der Körper ist, desto größer sind die wirkenden Kräfte. Dadurch wird Verschleiß und Wärme erzeugt. Eine glättende Wirkung wird durch eine Flüssigkeit zwischen den Kontaktflächen erzeugt. Diese Wirkung nennt man Schmierung und die flüssige Trennschicht Schmiermittel.

ROHÖL

Unverarbeitetes, entgastes und entwässertes Erdöl.

ROST

Bei gleichzeitiger Einwirkung von Sauerstoff und Feuchtigkeit entstehende Korrosion an Oberflächen von Stahl und Eisen(Eisenoxidhydrat).

SCHERSTABILITÄT

In Schmierstoffen eingebaute langkettigte / verzweigte Moleküle (z. B. polymere Zusätze), können bei starker mechanischer Beanspruchung brechen (scheren) und einen Viskositätsabfall verursachen.

SCHMIERFÄHIGKEIT

Kennzeichnet die Tragfähigkeit des Schmierfilmes eines Schmierstoffes. Die Schmierfähigkeit kann durch Zugabe von EP -
Additiven gesteigert werden. Werkzeug- und Werkstückmaterial sowie Druck, Temperatur und Viskosität haben große Auswirkung auf die Schmierfähigkeit.

SCHMIERSTOFFE

Schmierstoffe (Schmiermittel) werden zur Schmierung eingesetzt und dienen zur Verringerung von Reibung und Verschleiß, Dies wird durch den Aufbau einer flüssigen Trennschicht zwischen den Kontaktflächen der sich bewegenden Teile erzeugt.
Prinzipiell bestehen alle Schmierstoffe aus einer oder mehreren Basisflüssigkeiten  sowie aus weiteren leistungssteigernden Zusätzen (Additive).

SCHMIERUNG

Schmierung ist die Verringerung von Reibung und Verschleiß durch möglichst weitgehende Trennung der unterschiedlichen Reibpartner. Das geschieht durch die Verwendung eines Schmierstoffes im Reibsystem. In Abhängigkeit von Art und Menge des Schmierstoffes, der auftretenden Belastungen und der Oberflächenbeschaffenheit wird in drei Schmierungszustände unterschieden:
- Trockenreibung
- Mischreibung
- Flüssigkeitsreibung.

SYNTHESEÖLE

Werden Schmierstoffe nicht durch die üblichen Destillations- oder Raffinationsverfahren, sondern durch aufwendige chem. Verfahren (Synthese) hergestellt, spricht man von Syntheseölen.
z. B. Fettsäureester werden aus Fettalkohol und Fettsäure unter Wasserabspaltung synthetisiert.
Syntheseöle haben besondere Eigenschaften, sie werden nicht nur als Basisöl sondern auch als Additive eingesetzt.

SVHC - STOFFE

SVHC ist die Abkürzung für Substances of Very High Concern und kann mit besonders besorgniserregende Stoffe übersetzt werden. Diese SVHC – Auflistung beruht auf der REACh Verordung. Sind in einem Gemisch, z. B. Schmierstoff, SVHC – Stoffe über 0,1 Gew% enthalten, muss der Hersteller dies seinen Kunden mitteilen (Informationspflicht!). Alle SVHC – Soffe sind in der sogenannten Kanditatenliste aufgeführt.

THIXOTROPIE

Die Erscheinung gallertartiger dickflüssiger Stoffe, durch mechanische Einwirkung (z. B. Rühren) verflüssigt werden zu können und nach einer gewissen Ruhezeit wieder in den Gelzustand überzugehen. Sie wird durch faden- oder netzartige Strukturen bewirkt, die zerreißen und im Ruhestand wieder zusammenwachsen.

TRIBOLOGIE

Beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Reibung, Verschleiß und Schmierung. 

UNGESÄTTIGTE VERBINDUNGEN

Kohlenwasserstoffe mit ungesättigten Doppelbindungen und/oder Dreifachbindung (Dreifachbindungen) der Kohlenstoffatome. Sie sind sehr crackanfällig und neigen zu starker Alterung.

VERHARZUNG

Alterung von Schmierstoffen durch Bildung von hochpolymeren Reaktionsprodukten. Anfällig sind ungesättigte Verbindungen oder Verbindungen mit hoher Jodzahl.

VERSCHLEISS

Verschleiß ist die ungewollte Änderung der Geometrie an Werkstoffoberflächen durch betriebs – oder prozessbedingte äußere Einflüsse. Diese können mechanischer, chemischer oder thermischer Natur sein.

VISKOSITÄT

Die Zähigkeit von Flüssigkeiten wird durch die Viskosität beschrieben. Sie definiert sich durch den Reibungswiderstand, den eine Flüssigkeit einer Verformung durch Druck- oder Schubspannung entgegensetzt. Die dynamische Viskosität wird in Millipascalsekunden (mPas) angegeben. Eine ältere, aber noch sehr geläufige Einheit ist Poise (oder Centipoise mit 1 cP = 1 mPas).
Die Viskosität ist stark abhängig von der Temperatur, mit fallender Temperatur steigt und mit steigender Temperatur fällt die Viskosität.
Aus diesem Grund muss eine Viskositätsangabe immer eine Angabe der Messtemperatur haben.
Siehe auch:
Centipoise
Centistokes
Dynamische Viskosität
Kinematische Viskosität

VISKOSITÄTSINDEX (VI)

Kennzeichnet das Viskositäts - Temperatur - Verhalten eines Schmierstoffs. Er ist eine rein rechnerisch ermittelte empirische Zahl,
die den Einfluss einer Temperaturänderung auf die Viskosität eines Schmierstoffs angibt.
Man unterscheidet in den VI (für Werte von 0-100) und den VIE (für Werte von 100 und darüber) Je höher der Zahlenwert des VI / VIE, desto geringer der Viskositätsabfall eines Schmierstoffs bei Temperaturzunahme. Der VI kann durch Zugabe von VI – Verbessern erhöht werden. Diese unterliegen aber meistens einer Scherung.

VISKOSITÄTS - TEMPERATUR - KURVE (VT-KURVE)

Grafische Darstellung der Viskosität in Abhängigkeit von der Temperatur. Um eine VT - Kurve als Gerade darzustellen, wird ein
spezielles Messblatt verwendet. Aus der dann eingetragenen Geraden lassen sich die Viskositäten bei unterschiedlichen Temperaturen
ablesen.

WOLLFETT

Wachs, das beim Reinigen der rohen Schafwolle anfällt (Lanolin). Verwendung als Korrosionsschutz - Additiv in Metallbearbeitungsölen.

ZÄHIGKEIT

Siehe Viskosität.

ZÜNDTEMPERATUR

Der Zündpunkt (auch Zündtemperatur oder Selbstentzündungstemperatur) ist die Temperatur, auf die man einen Stoff erhitzen
muss, damit sich eine brennbare Substanz (Feststoff, Flüssigkeit, deren Dämpfe oder Gas) in Gegenwart von Luftsauerstoff ohne
Zündfunken nur aufgrund seiner Erwärmung, also ohne Zündquelle, bei Vorhandensein von Sauerstoff selbst entzündet. Sie ist bei jedem Stoff unterschiedlich hoch. Eine exotherme Oxidationsreaktion ist verantwortlich für diesen Vorgang.

WASSERGEFÄHRDUNGSKLASSE (WGK)

Stoffe werden in drei Gruppen eingeteilt, welche aufgrund physikalischer, chemischer und biologischer Eigenschaften entsprechend ihres Gefahrenpotentiales in die folgenden Klassen eingeteilt werden:
WGK 3: stark wassergefährdend
WGK 2: wassergefährdend
WGK 1: schwach wassergefährdend.